Donnerstag, 19. November 2015

Für alle Leute mit einem Tintenherz

Eines meiner liebsten Hobbys ist lesen. Seit ich irgendwie Buchstaben aneinander reihen kann, gehe ich dieser Tätigkeit nach. Nicht selten habe ich selbst kurze Geschichten geschrieben und in der Schule vorgetragen.
Ich oute mich einfach mal ein Bücherfresser. Selten schaffe ich es ein Buch in einer Woche zu lesen. Einmal angefangen, habe ich es innerhalb kürzester Zeit durch.

Vor kurzem habe ich angefangen auch Rezensionen zu schreiben. Aber warum mache ich mir eigentlich die Arbeit? Ist ein Blog und eine Fotografie-Seite nicht schon Arbeit genug?

 

1. Nach welchem Muster gehen wir Bücher kaufen

Vermutlich ist das Unterschiedlich. Bei mir zählt der erste Eindruck: Das Cover muss mich ansprechen. Zieht es mich direkt in seinen Bann, dann verweilt mein Blick länger bei diesem Buch und so nehme ich auch den Titel wahr: Der muss mich im nächsten Schritt also neugierig machen. Egal ob es ein mystischer Titel (Faunblut), ein Wortspiel (Tintenherz, Wer früher stirbt ist länger tot) oder auch etwas total Normales (Elias & Laia) ist, es muss mich neugierig machen in Verbindung mit dem Cover.
Wenn diese Kriterien erfüllt sind lese ich mir den Klapptext durch. Sind alle drei Komponenten so umwerfend, dann nehme ich das Buch ohne weitere Fragen mit. Das hat nicht unbedingt immer zu den besten Kaufentscheidungen geführt. Erfolgreicher war ich, wenn ich vorab noch Rezensionen zu einem Buch gelesen habe. Und das ist der springende Punkt: Rezensionen können über ein ja oder nein bei der Kaufentscheidung die ausschlaggebende Kraft sein.


2. Werthaltigkeit von Rezensionen


Jetzt sind gerade bei lovelybooks viele Rezensionen mit 5 Sternen versehen. Sowohl bei Büchern die ich gut finde, als auch bei Büchern, die ich schlecht finde. Was ist eine Rezension also wert?
Nur auf die Sterne zu achten bringt meiner Meinung nach gar nichts. Ich habe zum Beispiel ein schlechtes Gewissen wenige Sterne zu vergeben, wenn das Buch gut ist, aber einfach nicht meinen persönlichen Vorlieben entspricht. Das heißt ja nicht, dass es anderen nicht gefallen könnte oder der Autor schlechte Arbeit geleistet hat.
Deshalb hier meine Tipps beim Lesen von Rezensionen:

  • 1. Lest auch die Rezensionen mit wenig Sternen
  • In einer guten Rezension ist der Punktabzug begründet. 3 Sterne muss nicht heißen, dass das Buch schlecht ist. Schaut euch die Gründe an, warum das Buch nur 3 Sterne hat. Ist es sehr ruhig? Gefiel dem Rezensenten die Perspektive nicht? War zu viel Herzschmerz in der Geschichte?
  • Sobald ihr die Gründe gesammelt habt, könnt ihr entscheiden, ob euch das auch stören würde oder ob ihr gerade den Herzschmerz in einer Geschichte liebt!

  • 2. Sucht euch Rezensenten mit ähnlichem Geschmack
  • Zugegeben: Man wird überflutet von Buchbloggern. Und den "Seelenverwandten" unter den Bloggern mit ähnlichem Geschmack zu finden, ist oft eine langwierige Sache.
  • Ich schaue mir bei den Rezensionen einer Person erst einmal die Rezensionen zu den Büchern an, die ich auch gelesen habe. Vertritt der Rezensent eine ähnliche Meinung wie ich zu diesem Buch? Mag er Folgendes aus den gleichen Gründen nicht so gern? Wenn ihr hier Übereinstimmungen findet, dann könnt ihr euch auf die Empfehlungen des Rezensenten verlassen.

Hier findet ihr einmal meine Favoriten unter den Fantasy-Buchliebhabern im Netz:
Ich liebe Fantasybücher Bei dem Design und der Buchauswahl will man gar nicht glauben, dass ein
Mann hinter diesem Blog steckt. Doch ja, der Blogger ist männlich und hat noch dazu einen
außergewöhnlich guten Geschmack, was Fantasy Bücher betrifft!

Bibis Bücherparadies Ob Rezensionen, Neuzugänge, ein Top Ten Thursday oder auch die Märchenhaft Challenge nächstes Jahr: Sich bei Bibi Bücher Inspirationen zu holen ist Pflicht.

Bambinis Bücherzauber Hier sind zwei Blogger am Werk: Einer vergibt Hexenbesen, der andere
Karotten als Wertung. Wer den besseren Geschmack hat, habe ich noch nicht herausgefunden. Dabei
ist der Blog gut strukturiert und man findet alles, was das Herz begehrt. Vielleicht liegt es einfach
daran, dass beide einen gleich guten Geschmack haben.

Red Fairy Books So als Rothaarige ist sie mir bei Facebook sofort ins Auge gesprungen. Neben
ihrem Geschmack für eine gute Haarfarbe, lässt auch ihr Geschmack für gute Bücher nicht zu
wünschen übrig. Gerade neuere, unbekanntere Autoren stellt sie in ihrem Blog vor. Die ein oder
andere Neuentdeckung gab es auf jeden Fall für mich!

World Wide Bookz Der Top Ten Thursday, die Montagsfrage oder eine einfache Rezension:
Vorbeischauen lohnt sich. Man fühlt sich zwar bei der Masse an bereits rezensierten Büchern
erschlagen, doch beim regelmäßigen Folgen ist das ein oder andere Buch auf den Stapel ungelesener
Bücher, kurz SuB, gelandet.

Allis Büchergeflüster Ein ansprechendes Design ist nicht alles. Doch auch mit ihren Rezensionen
 konnte mich die Bloggerin überzeugen. Bei der aktuellen Wunschliste können wir gespannt sein.

Phelinas Leselounge Ebenfalls durch eine ansprechende Wunschliste ausgezeichnet, bin ich doch
 eher durch ihre Facebookseite aufmerksam geworden.

 

3. Schreibt selbst eine Rezension

Zum einem kann man anderen Lesern bei ihrer Kaufentscheidung helfen, zum anderen hilft man dem Autor. Seine Bücher werden bekannter, für Preise nominiert, finden neue Leser. Ein Buch, das bisher keiner rezensiert hat, landet nicht so schnell im Warenkorb, wie eines mit vielen Empfehlungen.
Wenn man selbst Erfolg hat mit seinen Rezensionen, kann es sogar sein, dass man kostenlose Rezensionsexemplare von Autoren oder Verlagen zur Verfügung gestellt bekommt. Das heißt, man bekommt unter anderem eine aktive Empfehlung ausgesprochen und die Entscheidung ob Kauf oder Nichtkauf, wird einem abgenommen.


Habt ihr auch einen Bücherblog?
Nach welchen Kriterien kauft ihr eure Bücher?
Schreibt mir doch eure Meinungen als Kommentar, per Mail oder via Facebook.

1 Kommentar:

  1. Ich bin sprachlos.
    Vielen lieben dank für die Erwähnung meiner Facebookseite / meines Blogs.
    Rezensionen zu schreiben ist nicht immer einfach und oft bin ich auch traurig wenn ich eine negative Kritik schreiben muss. Aber dann denke ich mir auch, das es für die Autorin ja eine gute Hilfestellung zu ihrem Buch ist.

    Du hast eine wunderbare Seite, mach weiter so und noch mal vielen lieben Dank <3

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