Donnerstag, 22. Oktober 2015

Irgendwann wird auch das Jetzt das Früher sein.


"Früher war alles besser", so hört man seine Großeltern reden. Da gab es noch in jedem Dorf einen Bäcker und man konnte seine Nachbarn noch beim Namen nennen. Heutzutage gibt's noch Geldautomaten auf dem Dorf, doch nichts mehr, wo man sein Geld ausgeben könnte. Die Nachbarn wechseln, ähnlich wie bei dem Spiel die Reise nach Jerusalem.

Es gibt viel über das man sich beschwert. Jetzt muss man schon 40 Stunden die Woche arbeiten. Doch früher, da hatte man um 13 Uhr Schule aus. Doch denkt man an die Zeit zurück, war man damals auch nicht zufrieden. Und schaut man sich die aktuelle Situation an: Die Ganztagsschulen sprießen ja auch nur so aus dem Boden.

"Also damals, da wusste man sein Glück ja nicht zu schätzen."
Das man Glück hat, das weiß man oft erst, wenn man vom Regen in die Traufe kommt. Man regt sich über die Hitze im Sommer auf und im Winter wünscht man sie sich zurück. Temperatur ist eigentlich immer erst dann perfekt, wenn man sie nicht bemerkt.


Am Glücklichsten ist man eigentlich immer dann, wenn man nicht drüber nachdenkt.
Ein lauer Sommernachmittag, das Mittagessen steht schon gekocht auf dem Tisch, das Wochenende beginnt nach einer stressigen Woche... Man muss erst lernen, die Kleinigkeiten im Leben bewusst wahrzunehmen. Denk einmal nach: Was hat dir zuletzt eine Freude bereitet?
Nach kurzem Nachdenken merkt man, allzu lang ist das ja doch nicht her. Denn irgendwann wird auch das Jetzt das Früher sein.


 

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